News & Events

TdS Frauenfeld & Sempachersee; stark markiert & wieder WM-Limit..

TdS Frauenfeld; am Zeitfahren stark markiert.

Am Weekend ging die Swiss Serie mit zwei UCI C1 Rennen über die Bühne. Das waren ein Einzelzeitfahren in Frauenfeld (Tour de Suisse) und ein Roadrace um den Sempachersee am Sonntag.

 

Samstag – Frauenfeld – morgens um 09:45 h – Startschuss: Einzelzeitfahren auf der Tour de Suisse Strecke über 18,3 km und 200 Höhenmeter. Zwei saftige Hügel über knapp 6 km hinauf nach Herdern und einer sehr schnellen Abfahrt (Tempis über 80 km/h) nach Pfyn und retour auf die Allmend Frauenfeld. Mein Ziel war klar: ich wollte meine stärksten Schweizer Konkurrenten in Schach halten, der x-fach dekorierte Heinz Frei mal ausgenommen…

 

Von Anfang an hart an der Kurbel die Hügel voll an der Grenze fahren, nahm ich mir vor, setzte ich um und knackte meine Widersacher dort, wo’s am meisten weh tut – am Berg. So konnte ich im internationalen Feld auf dem 7. Rang und hinter dem souveränen Sieger Heinz Frei als zweitbester Schweizer finishen. Das war stark und für mich erfüllt.

 

mehr lesen

Austria Tour

Hartes Mehretappen Race in Österreich - und ein 4. Gesamtrang in der Tourwertung.

 

Mit einer kleinen Teamdelegation stattete ich der Austria Tour 2018 einen Besuch ab. Mit dem Teamleader Heinz – immer ein heisses Eisen im Feuer-, dem Rookie Fabian und mir waren alle drei heiss auf einen kleineren oder grösseren Coup.

 

Etappe1, Strassenrennen Schwanenstadt

Heuer wurde der Rundkurs um die Stadt in umgekehrter Fahrtrichtung ausgetragen. Damit war der Kurs mit einer maximalen Steigung von 18% mörderisch. Und wen wunderts, dass die meisten Entscheidungen dort vielen. Und genau dort machte auch ich den Unterschied. Verlor zwar in Runde 2 Heinz und den Österreicher Ablinger, konnte aber meine direkten Konkurrenten in der Schlussrunde ebenso in der Steilwand entscheidend distanzieren. Alles brannte, ich versuchte einfach noch eins mehr zu drücken. Bis ins Ziel. Der 3. Rang war Lohn dafür.

 

Etappe2, Rundenrace im Stadion

Dieses Rennformat vermochte mich gar nicht zu begeistern und hat mit dem Radsport nur wenig am Hut. Anyway - infolge fehlender Streckenbewilligung wurde diese Etappe im Stadion ausgeführt. Mindestens Heinz wusste den Vorteil seiner 35jährigen Leichtathletik Erfahrung zu nutzen, siegte souverän in H3. Für mich war’s der 6.

 

Etappe3, Rundstreckenrace Salzburgring

Wieder richtig heiss zu und her ging‘s gleichentags am Abend auf der Töff-Rennstrecke. 8 Runden mit ebenfalls anständigen Höhenmetern drin. Der Lokalmatador Walter Ablinger, in Vergangenheit auch Olympiasieger, vermochte Heinz im Zielsprint minimal zu distanzieren. Selber erreichte ich das Ziel mit der Verfolgergruppe und rund 2 Minuten Rückstand. Wohlgemerkt: der Etappenschnitt lag bei 40 km/h!!

So war meine Position die 4 vor der Schlussetappe.

 

Etappe4, Einzelzeitfahren und Gesamtwertung

Nochmals beste Bedingungen fürs Timetrial über 12,5 km, über eine schnelle Strecke. 2/3 waren eher unterstützend, 1/3 leicht bergan. Der führende Ablinger sicherte sich den Sieg mit einem Schnitt von 44 km/h und somit auch die Gesamtwertung H3, knapp vor Heinz auf dem 2. Rang. Ich konnte meinen 4. Rang in der Gesamtwertung mit 2 Sek. ziemlich knapp zurück in die Schweiz retten.

 

Für mich hat’s die Startetappe ausgemacht, das war das Highlight. Mit drei harten Renntagen mit sehr guter Wettkampferfahrung und auch den fadengraden Rückschlüssen zu den weiteren Trainingsinputs kehrten wir zurück in die Heimat. Weiter geht’s anfangs Juni in Frauenfeld und Schenkon.

Verola Paracycling Cup / ein WM B-Limit

Next Stage: Paracycling Cup in ITA Verolanuova am Weekend.

Der Rundkurs durch die engen Gassen des Städtchens versprachen Chaos. Mit einem kurzfristigen 'Kunstgriff' und verkehrtem Start zuerst ins Industriegebiet entschärfte der Organisator das Unfallrisiko der hungrigen Biker. Der erste Kilometer verspricht eh immer Räder-/Scheibenkratzen, Ausrufen, Vollgas und erhöhtes Risiko. Rennfeeling eben.

Mir gelang ein starkes Race. Mit 1-2 Konkurrent führte, zog und rupfte ich das Verfolgerfeld sehr aktiv. Andere siehst du 75‘ nie, immer gut versteckt. Alles richtig gemacht, bis auf dem letzten Km von einem Kamikazekonkurrent einen harten Bandencheck eingefahren, dabei wohl 5-6 Plätze liegen gelassen und als 12. gefinisht.

Und dennoch bin ich zufrieden. Mein Gewinn? Eine WM B-Limite im Sack (was noch nichts heissen mag, aber doch Türen öffnet). Und wenn direkte Konkurrenten wie Ex-WM loben und danken ist wohl einiges gut gelaufen...

Die Motivation und vor allem meine neue Pace nehm ich mit und geh einfach wieder an den Start. Ciao.

 

Saisoneröffnung am Europacup in Rosenau FRA

Aus einer zugewiesenen Startposition im Feld – misslich weil weit hinten – drohte das Race schon beim Startschuss zu entgleiten… So drückte ich alles vorhandene in die Kurbel, riskierte einiges und erwischte mit den letzten Körner tatsächlich noch die Spitzengruppe. Wow – dann gings ab. In meiner Kategorie (H3) - mit dem grössten Starterfeld - wird mit harten Bandagen bei über 40 km/h gefightet. Fights um die Positionen, mit Töggel und Absperrgitter oder Abflug in den Graben, alles war rund um mich dabei.

 

 

Ich konnte mich über die halbe Distanz wunderbar im Spitzengruppetto behaupten, bevor ich in einer „nervösen Handorgel“ am hinteren Teil der Spitze diese verlor. Ab dann volle Pulle mit einem Franzosen vor dem Verfolgerfeld unterwegs. So konnte ich den 13. Schlussrang über den Zielstrich retten. Und ich ging zufrieden nach Hause.

 

Mich hats gefreut, die Kurbel drückte ich noch die derartig mit diesen Werten. Und die Saison ist noch jung.

 

Schöne Frühlingstage wünsche ich dir. Gute Fahrt.

Super Saisonfinale in Berlin

Die Strecke kannte ich schon von vielen Teilnahmen mit dem Rennrolli. Heuer wollte ich zum ersten Mal mit dem Bike quer durch Berlin. Berlin ist für Läufer, Rennrolis und Biker eine der Topadressen und die Startplätze sehr begehrt. Limitierte 200 Biker am Start vor 43‘000 Läufer – die Stimmung wie immer top motivierend im Startraum. Meine Spannung war hoch, die Luftdrucklage am Himmel eher ein Tief, alles nass.

 

 

 

Ich versuchte „All in“ et voila: nach 2-3 Km hatte ich Kontakt zur Spitzengruppe. Zwar hatte ich richtig hart zu fighten, dass ich den Kontakt halten konnte aber da hat sich jede Kurbelumdrehung gelohnt. Und wenn ich nicht am Anschlag gewesen wäre, ich hätte ob der Situation ein leichtes Lachen aufgesetzt. So kam ich richtig in die Gänge, unser Spitzenfeld verriss es zusehends durch x Attacken. Mein Rennen war ein aktives, hatte mich vielfach als Lückenschliesser zu betätigen.

 

Das Race selber war ziemlich gefährlich, da wurde selbst durch die Kurven geschoben, gedrängt, Scheibe an Scheibe, per Sliding durch die Kurve… eieiei.

 

 

 

Dass die Zwischenzeiten gut waren realisierte ich schon bald, kannte aber auch die noch kommenden Tücken. Der Weltmeister der Klasse H4 zog sackstark alleine weg, 3 Topfahrer konnten auf meine Verfolgergruppe gerade mal 1 Minute gut machen. Ich vermochte nach dem Brandenburgertor im sehr guten 15. Rang und in einer Bombenzeit – gerade noch unter der Schallmauer – in 1:09:59 finishen. Platschnass aber sehr zufrieden.

 


Ja Freunde, das biken motiviert mich und die erreichten Resultate zeugen von einer inneren Freude. Diese Geschichte geht weiter…